Hindernisse für die Verlängerung des Panoramaweges

Monika Zeeb berichtet aus dem Ortsentwicklungsausschuss vom 05.10.2017

Themen:

  • Bekommen wir die Sporthalle noch vor dem Winter dicht?
  • Hindernisse für die Verlängerung des Panoramawegs
  • Planungen von Tamax für „Stadt Leipzig“ Saarmund
  • Bericht des Wanderwegewarts, Nachtragshaushalt 2017 und Haushalt 2018

Verzögerungen beim Sporthallenneubau

Wie in jedem Ortsentwicklungsausschuss berichtete unser Projektsteuerer Frank Basler über den aktuellen Sachstand auf der Baustelle. Nach ursprünglichem Zeitplan sollte die Sporthalle am Ende dieses Jahres stehen. Davon ist schon länger keine Rede mehr. Die Lage jetzt ist aber wirklich angespannt. Denn das Rohbauunternehmen stellt die nötigen Kapazitäten an Arbeitskräften auf der Baustelle nicht bereit. Es gibt überdies ernsthafte Lieferschwierigkeiten bei Baumaterial. So ist nun die ganze Baustelle in Verzug geraten. Vertragskündigungen oder Drohungen mit Ersatzvornahme sind angesichts der Überlastung der gesamten Baubranche kontraproduktiv. Nach Krisengesprächen mit der Bürgermeisterin ist jetzt so geplant, dass noch in der letzten Novemberwoche die Bindermontage erfolgen soll. Es ist wichtig, dass das Dach vor Einbruch des Winters wenigstens notdürftig geschlossen wird. Andernfalls kommt die gesamte weitere Planung in Verzug. Die dafür beauftragten Firmen kommen dann ihrerseits mit ihren Planungen durcheinander und verlangen möglicherweise mehr Geld für ihren Einsatz. Auch sind Schäden durch Kälte und Nässe auf der Baustelle zu befürchten. Jetzt heißt es: Daumen drücken, dass der Winter nicht zu früh kommt!

Hindernisse für die Verlängerung des Panoramawegs

Landschaftsarchitektin Tanja Driemel vom Landschaftsplanungsbüro Daber und Kriege berichtete uns über ihre Voruntersuchung in Sachen Verlängerung Panoramaweg. Bekanntlich soll der Panoramaweg auf der anderen Seite der Arthur-Scheunert-Allee weitergeführt werden - und zwar bis zum Fernwanderweg F 4 an der Nuthe. Wir wollen dem Weg auch etwas Unterbau verschaffen, damit es nicht nur ein (oft nasser) Trampelpfad wird. 80.000 Euro sind im Haushalt 2018 für Planung und Bau vorgesehen.

Es sieht so aus, als müsste erst einiges Geld in naturschutzrechtliche Gutachten investiert werden. Denn der geplante Weg entlang des Rehgrabens verläuft teilweise durch ein FFH-Gebiet. Mit der Ausweisung von naturschutzrechtlichen geschützten FFH-Gebieten wurde, so Tanja Driemel, die europäische FFH-Richtlinie (Fauna-Flora-Habitat) umgesetzt. Erhebliche Beeinträchtigungen seien dort unzulässig. Ob der gewünschte Wanderweg eine solche erhebliche Beeinträchtigung darstelle, müsse erst näher untersucht werden. Allerdings gehöre der Rehgraben zum Wanderkorridor des Fischotters, der insbesondere bei Spaziergängern mit Hunden gestört werde. Auch die reiche Amphibienwelt müsse man sich ansehen. Ein ufernaher Weg sei deshalb sicher schwierig.

Tja. Das sehen wir ja alles ein, trotzdem: Das Ganze stimmte uns ein bisschen traurig. Wird jetzt der Naturschutz den Naturgenuss verhindern? Im Ausschuss waren wir uns jedenfalls einig, dass wir den Plan eines verlängerten Panoramawegs jedenfalls jetzt noch nicht aufgeben wollen. Keine Auskunft konnte uns der Bauamtsleiter geben, in welchem Verfahren ein solcher Wanderweg eigentlich genehmigt werden müsste. Naturschutzrechtlich? Bauamtsleiter Rainer vom Lehn hielt vieles für möglich, auch Straßenrecht oder Baurecht. Er wolle sich dafür einsetzen, dass der Landkreis und nicht etwa das Ministerium (?) den Weg genehmigen oder planfeststellen müsse. Ich bin der Meinung, erst müssen wir klären, was für eine Genehmigung oder welches Planverfahren wir überhaupt benötigen, bevor wir weitere Gutachten in Auftrag geben.

Hotel „Stadt Leipzig“, Saarmund

Erfreulich, dass der Eigentümer des heruntergekommenen ehemaligen Hotels „Stadt Leipzig“ das Grundstück endlich in Angriff nehmen will. Götz M. Keller vom Berliner Architektenbüro MK-Architekten stellte für das großzügige Grundstück Am Markt/Potsdamer Straße eine erste Vorplanung vor. Das alte Gebäude soll abgerissen werden. Eventuell kann ein Teil des historischen Gewölbekellers erhalten bleiben. Einfach wird das nicht, denn es ist auch eine Tiefgarage geplant. Gedacht ist an Wohnungsbau. In drei Vollgeschossen und einem ausgebauten Dachgeschoss könnten 48 Wohnungen (überwiegend 2- bis 3 Zimmer) entstehen. Zwei Drittel der Wohnung sollen für betreutes Wohnen und für Sozialwohnungen zur Verfügung stehen. Alle Wohnungen sollen barrierefrei sein.

Mein Eindruck war: Wirklich schön, aber besonders am Markt gegenüber der Kirche überdimensioniert. Leider kann ich hier die Pläne nicht zeigen. Auf der Tamax-Internet-Seite kann man einen guten Eindruck gewinnen, um welches Grundstück es geht: http://tamax.de/immobilien-in-berlin-und-brandenburg/saarmund-bei-potsdam-ehem-gaststaette-zur-stadt-leipzig/#submenu

Allerdings sind die Planungen inzwischen vorangeschritten und deutlich massiver als dort gezeigt.

Unser Ausschussvorsitzender Wilfried Jahnke hat übrigens eine weitere Diskussion zu Recht unterbunden. Denn zunächst geht es darum, dass das bestehende Gebäude aus dem Denkmalschutz entlassen wird. Erst wenn dies geschehen sei, müsse man genauer sehen, was „auf dem Dorf“ möglich sei.

Wenn der Denkmalschutz bleibt, wird das Anwesen wohl auch die nächsten Jahrzehnte weiter vor sich hingammeln. Es wäre ein Jammer.

Bericht unseres Wanderwegewarts Dr. Rudi Hommel

Wir haben in Nuthetal einen tollen Wanderwegewart. Ich kann an dieser Stelle seinen ausführlichen Bericht nicht wiedergeben. Vielleicht so viel: Die wichtigste Pflegemaßnahme für Wanderwege ist laut Hommel deren Nutzung! Wer dies gleich in Angriff nehmen und einmal mit Rudi Hommel wandern will: Es gibt inzwischen eine Wandergruppe der Volkssolidarität Nuthetal, die immer wieder zu Wanderungen mit Hommel einlädt. Sie finden diese Termine auf der Nuthetaler Internetseite bei der Volkssolidarität. Eingeladen wird zu etwa dreistündigen Wanderungen (einschließlich Pausen) von ca. 10 km.

Nachtragshaushalt 2017 und Haushalt 2018

Die Haushaltsplanungen waren praktisch nicht umstritten. Ich freue mich sehr darüber, dass für den Abriss der ehemaligen Gaststätte Ebrecht an der Arthur-Scheunert-Allee (auf dem Grundstück befindet sich auch ein Funkmast, den man von der Straße aus sehen kann) 43.000 Euro in den Haushalt eingestellt sind. Es wird Zeit, dass dieser Schandfleck beseitigt wird.

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