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Schnappschüsse aus Nuthetal

Kita-Plätze und (k)ein Ende !

 

Über 30 Kinder werden auch nach dem Sommer keinen Kitaplatz finden.

Das er sich aus den Anmeldelisten der Nuthetaler Kitas. Doch der Kitasonderausschuss dreht sich im Kreis. Über ein Jahr ist vergangen und es kein konkretes Ergebnis und keine Lösung für die Familien, die auf einen Platz für ihre Kinder warten. Vor über einem Jahr hat die SPD in der Gemeindevertretung beantragt, eine Grobplanung und Kostenschätzung für eine Erweiterung der Anne-Frank-Kita zu beauftragen. Auch Verwaltung und Bürgermeister setzen auf diese Lösung, die leider bisher von allen anderen Fraktionen abgelehnt wurde. Sie haben stattdessen einen freien Träger ins Spiel gebracht. Langsam wird allerdings klar, dass freie Träger nur dann einsteigen, wenn sie mindestens 80 Plätze schaffen können und wenn diese 80 Plätze auch im Bedarfsplan des Landkreises vorgesehen sind. Das ist aber nicht der Fall. Der langfristige Bedarf für die nächsten zehn Jahre liegt bei 40 Plätzen.

Wir sagen: Die Erweiterung unserer Kita könnte schon längst stehen. Jetzt sind klare Beschlüsse überfällig. Wir brauchen die Erweiterung der Anne-Frank-Kita. Das Grundstück ist groß genug, um entweder einen Anbau oder ein neues Gebäude zu realisieren(Plan).

Obwohl Schulleitung und Schulkonferenz der Saarmunder Grundschule es strikt ablehnen,

soll jetzt nach dem Willen der Mehrheit des Kita-Sonderausschusses geprüft werden, ob ein Teil des Freizeitbereiches der Saarmunder Schule für Krippenplätze genutzt werden kann. Fast ein Jahr lang hat die Grundschule Saarmund auf ihre Freizeiträume verzichtet. Dort waren die Kinder der schimmelgeschädigten Anne-Frank-Kita untergebracht. Jetzt warten Kinder und Eltern darauf, dass die Räume für die vielfältigen Freizeitangebote endlich wieder genutzt werden können. Schließlich handelt es sich um eine verlässliche Halbtagsschule mit integrierter Ganztagesbetreuung. Es ist für Kinder und Freizeitpädagogen sehr unattraktiv, wenn auch die Nachmittagsangebote auf die Klassenzimmer beschränkt sind. Nach der großzügigen Übergangshilfe für die Rehbrücker Krippenkinder fühlt sich die Schule jetzt regelrecht verschaukelt. Wir sagen: Der Unmut aus Saarmund ist mehr als verständlich. Die für eine Übergangslösung notwendigen Investitionen sind auch nicht sinnvoll. Denn Minitoiletten für Unter-Dreijährige werden später für Schulkinder nicht mehr benötigt. Und angesichts des bisherigen Beratungsverlaufs sind die Zweifel aus Saarmund, dass es sich tatsächlich um eine Übergangslösung handeln soll, mehr als angebracht. Der Saarmunder Ortsvorsteher Kurt Kühne hat bereits erklärt, er werde einer Beeinträchtigung des Saarmunder Schulbetriebs nicht zustimmen. Zu Recht.


Nachtrag: In der öffentlichen Sitzung der Gemeindevertretung am 11. Mai brachten auch betroffene Eltern und Mütter ihren Unmut über die Mangelsituation zum Ausdruck. Die SPD wird deshalb in der kommenden Sitzung des KiTa-Sonderausschusses am 18.05.2010 nochmals versuchen, eine Mehrheit für ihren vor einem Jahr abgelehnten Antrag auf Erweiterung der KiTa Anne Frank zu erreichen:

Presseerklärung vom 13.05.2010:

"Erweiterung der Kita Anne Frank schnell umsetzen“

Die Nuthetaler SPD macht Druck. Im nächsten Kita-Sonderausschuss wird sie angesichts der langen Wartelisten nochmals die Erweiterung der Anne-Frank-Kita im Eichhörnchenweg beantragen (Antrag). Noch vor einem Jahr war dieser Antrag in der Gemeindevertretung am Widerstand von CDU/Grüne, Linke und FDP gescheitert. Der stattdessen gegründete Kita-Sonderausschuss tagte seitdem ergebnislos. "Die einzige Erkenntnis der endlosen Diskussionen ist, dass wir keinen freien Träger für eine neue Kita mit den benötigten 40 Plätzen finden werden", erklärte Fraktionsvorsitzende Monika Zeeb.

Sie appelliert nun an die anderen Fraktionen, ihre Blockade für eine rasche Lösung zu beenden. „Wir haben uns im letzten Jahr viel Unqualifiziertes anhören müssen“, sagte Zeeb. Von "gefühlten Zahlen" und "Stimmungsmache“ sei die Rede gewesen und dass man nur eine "Debatte lostreten" wolle. "Nun hat sich der Kitasonderausschuss ein Jahr im Kreis gedreht und die Wartelisten sind länger geworden. Damit muss nun Schluss sein. Die betroffenen Familien haben kein Verständnis für weitere Verzögerungen“.

Die SPD-Fraktion möchte, dass auch eine Fertigbauweise erwogen wird, die in wenigen Monaten realisiert werden könnte. Auch in diesem Bereich gebe es gestalterisch ansprechende und energetisch einwandfreie Möglichkeiten.