Nuthetal
hat im Ortsteil Bergholz-Rehbrücke eine tolle neue in Energiebauweise errichtete
und sanierte Kindertagesstätte. Sie liegt fast am Ortsrand, ist umringt
von Bäumen und viel Freifläche für die Kinder vor und hinter dem Haus. (mehr
siehe unten -
Internetauftritt
der KiTa).
Die KiTa ist benannt nach Anne Frank, dem jüdischen Mädchen, dessen Tagebuch Millionen von Menschen in aller Welt kennen. Anne Frank wurde 1929 als Kind jüdischer Eltern in Frankfurt am Main geboren. Ihre Familie flüchtete 1933 vor dem Terror der Nationalsozialisten nach Amsterdam.
Nach
dem Einmarsch der deutschen Truppen in die Niederlande versteckten sich
Anne Frank und ihre Familie in einem Amsterdamer Hinterhaus. Dort schrieb
Anne Frank ihr weltberühmtes Tagebuch.
Nach dem Verrat ihres Verstecks 1944 wurden Anne Frank und ihre Familie deportiert. Anne Frank starb 1945 im Konzentrationslager Bergen-Belsen im Alter von 15 Jahren.
Anne Frank ist durch die Veröffentlichung ihres Tagebuchs zum Symbol für Millionen von Juden geworden, die der rassistischen Vernichtungspolitik der Nationalsozialisten zum Opfer fielen
Auf
einem über 3 ha großen Kiefernwaldgrundstück entstand eine Kindereinrichtung
für insgesamt 210 Kinder in 12 Gruppen. Der Erweiterungsbau als Neubau mit
zugehörigen Funktionsräumen, Mehrzweckraum, Foyer und Küche umfasst eine
Hauptnutzfläche von 1.387 qm und bietet Platz für 147 Kinder in 7 Gruppen.
Nach dem Umbau und der Sanierung der alten "Scheunert-Villa" mit 442 qm Hauptnutzfläche werden hier weitere 65 Kinder in 5 Gruppen untergebracht. Der Gesamtkomplex umfasst ein Volumen von ca. 8.400 m3 Bruttorauminhalt.
Das
Bauvorhaben wurde auf Grund der Niedrigenergiebauweise des Neubaus aus einheimischen
und nachwachsenden Baustoffen Holz und Flachs ohne Einsatz chemischer Holzschutzmittel,
der extensiven Begrünung von über 1.300 qm Dachfläche, dem Einbau einer
Wärmerückgewinnungsanlage mit Erdrohrwärmetauschern und einer Solaranlage
zur Warmwasserbereitung vom Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Raumordnung
des Landes Brandenburg als "Ökologischer Musterbau" gefördert.
Eine vielfältig erfahrbare Architektur in einem organisch
in die Landschaft integrierten Gebäude bietet die Grundlage für die freie
Entfaltung einer ganzheitlichen geistigen und körperlichen Entwicklung von
Kleinkindern, Kindergarten- und Hortkindern.

Die Dachform sowie die Dachneigung wurden so gewählt, dass eine Begrünung angelegt werden konnte. Begrünte Dachflächen tragen nicht nur zur Verbesserung des Mikroklimas bei, sondern auch zur ökologischen Erziehung der Kinder.
Die durch die vielfältig gegliederte Dachlandschaft entstandenen Lichtbänder und Dachgauben ermöglichen eine optimale Ausleuchtung des ganzen Baukörpers während des gesamten Tagesablaufes.
Die
Orientierung der Gruppenräume, des Spielfoyers und des Mehrzweckraumes mit
den großflächigen Verglasungen in Richtung Süd, Süd-West und West gewähren
solaren Energiegewinn. Alle Gruppenräume bieten mannigfaltige Blickbeziehungen
zur südlich gelegenen Waldfläche mit den verschiedenen Spielbereichen.
Auf dem Gelände befindet sich ein Lehmbackofen, in dem regelmäßig Brot für den hauseigenen Verzehr gebacken wird.
Bilder: SPD Nuthetal; Text: aus Schautafel zur Vorstellung der KiTa-Konzeption anlässlich des geplanten Stops der "Klimastaffel 2004" am 16.04.04.