
Kulturelles, Interessantes und Berühmtes aus Nuthetal
Jubiläen im Ort

Der
Ortsteil Bergholz-Rehbrücke feierte 2003 Doppeljubiläum, Bergholz
ist 775 Jahre alt geworden, Rehbrücke 100
mehr.
2004 wurde der Ortsteil Philippsthal, das ehemalige
"Spinnerdorf
Friedrichs II.", 250 Jahre alt. Dort wird auch die 1904 eingeweihte
Dorfkirche restauriert, für deren Bau sich die kaiserliche Familie wegen
des Versprechens Friedrich II. mit etwa 4000 Reichsmark beteiligte.
Der Ortsteil Nudow feierte 2009 Doppeljubiläum.
Seine im Auftrag Friedrich Wilhelm I. gebaute Nudower Dorfkirche
wird 275 Jahre alt, Nudow selbst 650 Jahre. Zur Geschichte der Kirche
siehe
Geschichte
der Kirche
Vom
"Schloss" genannten einstigen Gutshaus der Königlichen Domäne Saarmund
über die LPG „Florian Geyer“ zum abrissbedrohten Mehrfamilienhaus schreibt
Ute Kaupke in der
PNN
vom 11.04.09

Die
heute in einem Neubau untergebrachte Grundschule in Rehbrücke
ist nach dem Berliner Maler Otto Nagel benannt, der
nach dem II. Weltkrieg in Rehbrücke wohnte.
Einige Daten zu Otto Nagel finden Sie
hier;
Mehr zur Grundschule
hier
Das
ehemalige Schulgebäude, 1969 für die Polytechnische Oberschule gebaut
und heute als Hort genutzt, ist als aussagekräftiges Beispiel für den
typisierten Schulbau der 1960er und 1970er Jahre in der DDR in die Denkmalliste
eingetragen
Denkmalschutzgutachten.
Im
März 2003 starb der in Bergholz-Rehbrücke wohnende Komponist
Gerhard Rosenfeld und ist auf dem Friedhof in Bergholz begraben.
Mehr zu ihm und seiner Musik finden Sie
hier
In
Rehbrücke schrieb der isländische Komponist Jòn Leifs
(1899 - 1968) im Jahre 1939 sein erstes Streichquartett "mors et vita".
Er war hier mit seiner Frau, der Pianistin Annie Riethof, auch einer
der "kunstausübenden Einwohner", die mit Veranstaltungen das damalige
"Feierabendblindenhaus"
in Rehbrücke unterstützte. Nach dem "Nordischsten unter den Komponisten"
ist heute im OT Bergholz-Rehbrücke ein Platz benannt. Mehr zu Jòn Leifs
finden sie hier
Jon
Leifs - "Der Nordischste..."
Nuthetal
hat im Ortsteil Bergholz-Rehbrücke eine neue Kindertagesstätte.
Sie liegt fast am Ortsrand, ist umringt von Bäumen und viel Freifläche
für die Kinder vor und hinter dem Haus. Die KiTa ist benannt nach
Anne Frank, dem jüdischen Mädchen, dessen Tagebuch
Millionen von Menschen in aller Welt kennen
mehr
"Sonsten
ist es auf dem platten Lande genug, wenn sie (die Kinder) ein bisgen
Lesen und Schreiben lernen. Wissen sie aber zuviel, so laufen sie in
die Städte und wollen Sekretärs oder so was werden". Historisches zur
Schule in Saarmund
hier
Aktuelles zur Saarmunder Grundschule
Streit
um DDR-Schulnamen
Internetauftritt
der Grundschule
Oskar
Picht: Die Grabstätte des Erfinders der Blindenschreibmaschine
auf dem Bergholzer Friedhof ist verloren. Nun erinnert ein Gedenkstein
an den vor seinem Tode am 18.05.1945 im ehemaligen
Feierabendhaus
für Blinde in Rehbrücke lebenden Pasewalkers.
mehr
Nach
dem ehemaligen Leiter des in Rehbrücke ansässigen Deutschen Instituts
für Ernährungsforschung, dem Chemiker und Ernährungswissenschaftler
Arthur Scheunert, ist die durch Bergholz-Rehbrücke
führende Hauptstraße benannt. Bevor das DIfE 1946 auf Befehl der Sowjetischen
Militäradministration gegründet wurde, befand sich dort ein
Feierabendhaus
für Blinde.
Mehr zu Arthur Scheunert finden Sie in einem 2004
in der "MAZ" veröffentlichten Zeitungsartikel von Kurt Baller
hier.
Zu der von Kurt Baller ausgesparten NS-Zeit schreibt
Wikipedia.

Der
1899 in Berlin geborene Zeichner und Karikaturist Karl Holtz
lebte - unterbrochen durch den II. Weltkrieg - von 1932 bis zu seinem
Tod 1978 in Rehbrücke.
In den Jahren von 1914 bis 1918 war Holtz Schüler
des Berliner Kunstgewerbemuseums. Im Jahre 1933 erhielt er Berufsverbot
und war ab 1934 als technischer Zeichner beschäftigt. 1945 nahm Holtz
seine Arbeit als Karikaturist und Grafiker wieder auf.
mehr
Erst
seit kurzem erinnert ein kleines Denkmal und ein
"Stolperstein" daran: Nazistaat und -gesellschaft richteten
auch in Bergholz-Rehbrücke Furchtbares an. Hier wurde ein Zwangsarbeiterlager
betrieben und auch Rehbrücker Mitmenschen wurden schikaniert, deportiert
und ermordet.