Bauplanung im Rehgraben

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Diskussion um Bauplanung im Rehgrabengebiet

Bei den Planungen zur Bebauung der letzten freien Fläche im Rehgrabengebiet von Bergholz-Rehbrücke gibt es unterschiedliche Vorstellungen. Das zeichnete sich im Ortsentwicklungsausschuss ab, in dem Immobilienunternehmer Philipp Krentz seine Überlegungen für den Bereich Wohnungsbau vorstellen ließ.

Bei der Freifläche an der Straße „Am Rehgraben“ handelt es sich um eine Grünfläche mit Birken-, Eichen und Kiefernbestand von etwa 22.000 qm. Die Fläche mitten im Wohngebiet liegt zwischen „Hongkongsiedlung“ und Milanring.

Skizze Planung

Im Bebauungsplan von 1993 ist dort eine Grundschule mit Sporthalle, außerdem ein großzügiger Schulhof und eine öffentliche Grünfläche mit kleinem Sportplatz vorgesehen. Da jedoch eine weitere Grundschule in Nuthetal nicht benötigt wird, soll die Fläche umgeplant werden. Entstehen soll auf etwa 3.000 qm eine Kita für maximal 100 Kinder, außerdem soll Wohnungsbau ermöglicht werden.

Die Planungen von Krentz sehen derzeit vor, dass die öffentliche Grünfläche entfallen soll. Stattdessen sollen auf der gesamten verbleibenden Fläche in 15 Mehrfamilienhäusern mit sechs bis vierzehn Wohneinheiten etwa 150 überwiegend barrierefreie Wohnungen entstehen.

Die Fraktionsvorsitzenden von SPD und CDU Monika Zeeb und Volker Traberth sind sich einig: „Diese Planungen passen nicht in die Gartenstadt.“ Sie würden keine Rücksicht auf die vorhandene Bebauung nehmen und den bestehenden Bebauungsplan für das Gesamtgebiet und seine Leitgedanken ignorieren.

„Wir halten maximal 100 Wohnungen für möglich,“ sagte Traberth. Er erinnerte daran, dass im Rehgrabengebiet auf etwa 190.000 qm insgesamt 650 Wohnungen für 2.000 Einwohner entstanden sind. „Wir haben bereits eine verdichtete Bebauung. Das ist auch für die restliche Fläche in Ordnung“, meint Traberth. „Aber wir wollen eine verträgliche und am Umfeld orientierte Bebauung. Wir können dort nicht auf relativ engem Raum weitere 150 Wohnungen dazustellen, die außerdem über 250 Stellplätze benötigen würden.“ Er wünscht sich deshalb eine deutliche Eindampfung der Pläne.

„Und wir wollen mehr Grün und eine Ballspielmöglichkeit für Kinder im Wohngebiet“, sagte Zeeb, die außerdem die nicht vorgesehene innere Erschließung des Gebiets bemängelt. „Das Gebiet braucht Zufahrten, die weder den Milanring noch die benachbarte Hongkongsiedlung in Mitleidenschaft ziehen“, so Zeeb.

Die Fraktionen CDU und SPD in der Gemeindevertretung laden Anwohner und Interessierte zu einem öffentlichen Picknick im künftigen Baugebiet ein. Mit dabei: Katrin Krumrey, die für das Bürgermeisteramt kandidiert hatte und die im Wahlkampf bereits über die Planungen informierte. Das Treffen findet am 23. August um 18 Uhr statt. Jedermann ist herzlich eingeladen. Klappstühle bitte mitbringen.