Bürgermeisterin: Änderung des Flächennutzungsplans nicht zielführend

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Vor einiger Zeit berichten wir hier über die Ergebnisse einer von der Gemeinde eingeholten „Machbarkeitsstudie“ über denkbare zusätzliche Siedlungspotentiale in Nuthetal. Vor einigen Tagen erläuterte die Gemeinde die Studie nun im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung … 

… auf der einige Einwohner ihrem Ärger über weitere Baugebiete auch Luft machten. Die Studie ist zwischenzeitlich auf den Seiten der Gemeindeverwaltung öffentlich zugänglich:  Download

In einer Presserklärung vom 08. November zog die Bürgermeisterin aus der Studie des Planungsbüros den Schluss, dass eine Änderung des Flächennutzungsplanes nicht zielführend sei. „Wir müssen uns auf eine Innenverdichtung ausrichten“, meinte sie. Maßnahmen der „Baulückenaktivierung“ und „Innenverdichtung“ seien im Rahmen bereits bestehender Bebauungspläne möglich. Von den vom Gutachter empfohlenen Gesprächen mit den staatlichen Behörden, die die Gemeindeflächen nach der Studie in dieses „enge Korsett“ zwängen, ist in der Presseerklärung der Gemeinde keine Rede mehr.

Zur Klarheit: Sollte die Gemeindevertretung dem Fazit der Bürgermeisterin folgen und sollten die Prämissen der Studie zum „Eigenbedarf“ an Wohnraum auch nur annähernd zutreffen, würde die Gemeinde in den nächsten Jahren wieder merklich an Einwohnern verlieren. Viele Wohnbedürfnisse auch junger Familien und älterer Mitbürger dürften dann auf der Strecke bleiben und der Druck auf den Wohnungsmarkt mit allen negativen Folgen für Preise und Mieten würde weiter wachsen.