Initiative Otto-Nagel-Schule hat Erfolg

Datum:

Seit Jahren muss sich die Otto-Nagel-Schule und der auf dem Gelände untergebrachte Hort mit Raumnöten herumschlagen. Die immer wieder angestellte Prognose einer sinkenden Schülerzahl erfüllte sich nicht, im Gegenteil. Die Fraktion SPD/AiV strebt nun die Entscheidung zu einer Erweiterung des Schulcampus und des Speiseraums für die Kinder an.

Der Antrag der SDP/AiV zur Erweiterung und Modernisierung des Schulcampus lautet:

Die Verwaltung wird beauftragt,

    1. der Gemeindevertretung bis spätestens Ende Februar 2021 eine Machbarkeitsstudie zur Erweiterung der Räumlichkeiten von Schule und Hort der Otto-Nagel-Schule vorzulegen und
    2. dabei auch einen Vorschlag zum Umgang mit der alten Sporthalle zu unterbreiten sowie
    3. im Haushalt 2021 ausreichend Planungs- und Umsetzungsmittel für die Erweiterung vorzusehen.

Begründung (Auszug)

Die Otto-Nagel-Schule und der Hort „Nuthekids“ platzen aus allen Nähten. Als Inklusionsschule benötigt die Otto-Nagel-Grundschule zusätzliche Teilungsräume, auch ein Büro für Schulsozialarbeit. Im Ergebnis hat sich die Schule auf Kosten des Hortes ausgedehnt; dieser musste Räumlichkeiten an die Schule abgeben und weiter zusammenrücken. Die notwendige Betreuungsfläche wird derzeit dadurch sichergestellt, dass die alte Turnhalle dem Hort als Bewegungsraum zur Verfügung steht. Eine Notlösung, denn die alte Turnhalle ist energetisch hoffnungslos veraltet, die sanitären Einrichtungen ebenfalls. Der Speiseraum ist seit vielen Jahren deutlich zu klein.

Ab Herbst 2020 wird die Schülerzahl jedoch nochmals um weitere 21 Kinder steigen. Es werden 78 Kinder neu eingeschult, 57 Schüler verlassen die Schule. Dann werden ca. 350 Kinder die Schule besuchen. (Bericht der Bürgermeisterin zur letzten Gemeindevertretung (Link zum Bericht)

Die Verwaltung hatte Ende 2018 in der Gemeindevertretung und in der Schulkonferenz ein Raumkonzept vorgestellt. Ohne Neubau sollten danach durch Umnutzungen, Doppelnutzungen von Räumen und Umbau der Aula die Schülerinnen und Schüler vernünftig untergebracht werden können. Dieses Konzept war bereits deutlich auf Kante genäht; jetzt ist die Schülerzahl aber weiter gestiegen.

Der darin vorgesehene Umbau der Aula in einen Speisesaal ist im Übrigen bis heute nicht umgesetzt. Davon abgesehen müsste für 350 Schüler eigentlich eine ansprechende Kantine zur Verfügung stehen und nicht nur eine Notlösung. ……….

Möglicherweise haben auch die beengten Räumlichkeiten dazu geführt, dass der in Inklusionsschulen angestrebte Klassenteiler von 25 bei der Einschulung 2020 bei 78 Erstklässlern in jeder Klasse überschritten wird. Das ist ausgesprochen bedauerlich. Bei 78 Erstklässlern wären vier Klassen mit einem Klassenteiler von 19,5 sinnvoll gewesen. Dafür fehlt aber der Platz. Im letzten Jahr betrug der Klassenteiler bei 58 Erstklässlern und drei Klassen 19,3 – pädagogisch weitaus sinnvoller.

Nuthetal hat in den letzten Jahren viel in seine Schulen investiert. Insbesondere der Bau der neuen Schulsporthalle und die Sanierung der Schulhöfe seien hier erwähnt. Eine Erweiterung der Räumlichkeiten für die Schule haben Verwaltung und Gemeindevertretung aber bisher nicht für erforderlich gehalten. ……….

Es ist Zeit, sich einzugestehen, dass die Räumlichkeiten auf dem Grundschulcampus seit Jahren deutlich zu beengt sind. Auch das Schicksal der alten Turnhalle sollte jetzt geklärt werden. Sie ist nicht auf Dauer für eine Hortnutzung geeignet.

Eine Machbarkeitsstudie kann der Gemeindevertretung den Weg weisen, wie der Campus erweitert werden kann. Ziel ist, dass Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer, Erzieherinnen und Erzieher sowie das weitere Personal ansprechende, zeitgemäße und vor allem ausreichende Räumlichkeiten vorfinden.

Nachtrag:

Unser Anliegen fand im Ortsentwicklungsausschuss und im Finanzausschuss Unterstützung, unserem Antrag wurde mit einigen Ergänzungen/Änderungen (Verlängerung Fristen, Einbeziehung Schulstandort Saarmund) einstimmig zugestimmt. Nur im Sozialausschuss fand sich gegen die Vertreter von LINKE/GRÜNE und BfN keine Mehrheit.

Die Gemeindevertretung folgte nun am 29.09.20 mit großer Mehrheit unserem Anliegen und beschloss Folgendes:

Die Gemeindevertretung beschließt, dass für eine weitere Entwicklung des Schul- und Hortkomplexes Bergholz-Rehbrücke und des Schul-, Freizeit- und Kitakomplexes in Saarmund ein Konzept erarbeitet wird. Die Mittel dafür sind in den Haushalt 2021 aufzunehmen. Die Verwaltung hat bis zum 31.03.2021 eine Aufgabenstellung für das Konzept zu erarbeiten, die in den Ausschüssen vorgestellt werden soll. Auf dieser Basis ist das Konzept mit der Zielstellung zu beauftragen, dass dieses zum 30.06.2021 vorliegt.